SILJA ADDY | Kunst, Sumire I
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| Titel | Portrait China | Serie Sumire 1 von 4 |
| Maße | 275 x 201 cm (B x H) |
| Technik | Öl auf Leinwand |
| Jahr | 2003 |
| Galerie | Wittenbrink, München |
Besichtigungstermin unter +49 89 99199700
INFORMATION
Silja Addy ist mit der Fotografie groß geworden und hat sich dann für die Malerei entschieden, für eine Malerei an der Schnittstelle zur Fotografie und zum technischen Bild. Fotografische Bilder oder technische Standbilder, die die Künstlerin selbst aufgenommen hat, liefern das Ausgangsmaterial für ihre großformatigen malerischen Tableaus. Einzelne Motive werden herausgefiltert und Schicht für Schicht in Ölfarbe auf die Leinwand übertragen. Die digitalen Medien führen uns heute konkret vor, was die Fotografie bereits angedeutet hat: Um Bilder sehen zu können, braucht es zwar einen Träger (Fotopapier, Monitor, …), die Bilder existieren aber auch unabhängig von ihren Erscheinungen, z. B. als quantifizierbare Datenmenge in einer Kamera gespeichert. Die Konkretisierung des neuen Bildtyps vollzieht sich über die Konkretisierung der einzelnen Informationen. Die rasche Abrufbarkeit und Verfügbarkeit des Bildes mittels digitaler Techniken impliziert seine rasche Annullierung. Speichern oder löschen? Das Bild wird zu einer flüchtigen Erscheinung.
Silja Addy geht es nicht darum, dieses Phänomen durch eine virtuose figurative Malerei zu kompensieren und etwa durch die Expressivität und Einmaligkeit des malerischen Gestus dem Bild seine »Wertigkeit« zurückzugeben. Vielmehr verbirgt sich hinter der künstlerischen Strategie ein Begreifen des technischen Bildes aus der subjektiven Impression heraus, und dies mit den Mitteln, die der Künstlerin am nächsten liegen, mit den Mitteln der Malerei. Das Bild als flüchtige Erscheinung, als den Alltag begleitende realitätsstiftende Illusion ist die Motivation des intensiven malerischen Studiums. Das Zappen zwischen der technischen und der malerischen Darstellungsweise reißt die innere Reflexion der gegenwärtigen Bildproduktion auf. Die Übersetzung des technischen Auslösers in die malerische Geste, die Konkretisierung des Bildes mit den Mitteln der Malerei im großen Format, manifestiert Malerei als das Symptom einer extensiven Bildproduktion, die unsere gegenwärtige Gesellschaft und unser (Er-)Leben speist. Erinnerung scheint heute wesentlich an Bilder gebunden, und die Erinnerung im Bild hängt davon ab, was das Bild jeweils als solche zulässt.
1969 *in Langen, lebt in München und Albions
1998 Diplom an der Akademie der Bildenden Künste München | Kunstförderpreis der Akademie
1998 – 2000 DAAD-Stipendium New York
2001 – 2002 Arbeitsaufenthalt Tokio
2003 Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn
AUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)
2003 Kunstverein Bremerhaven (Einzelausstellung)
Galerie Wittenbrink, München (Einzelausstellung)
2001 Base Gallery,Tokio (Einzelausstellung)
2000 Curatorial Proposal, Artist Space, New York
Galerie Wittenbrink, München
1999 War, Postmasters Gallery, New York
Kunst + Wissenschaft, Max-Planck-Institut, München
SILJA ADDY | Kunst, Sumire I
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| Titel | Portrait China | Serie Sumire 1 von 4 |
| Maße | 275 x 201 cm (B x H) |
| Technik | Öl auf Leinwand |
| Jahr | 2003 |
| Galerie | Wittenbrink, München |
Besichtigungstermin unter +49 89 99199700
INFORMATION
Silja Addy ist mit der Fotografie groß geworden und hat sich dann für die Malerei entschieden, für eine Malerei an der Schnittstelle zur Fotografie und zum technischen Bild. Fotografische Bilder oder technische Standbilder, die die Künstlerin selbst aufgenommen hat, liefern das Ausgangsmaterial für ihre großformatigen malerischen Tableaus. Einzelne Motive werden herausgefiltert und Schicht für Schicht in Ölfarbe auf die Leinwand übertragen. Die digitalen Medien führen uns heute konkret vor, was die Fotografie bereits angedeutet hat: Um Bilder sehen zu können, braucht es zwar einen Träger (Fotopapier, Monitor, …), die Bilder existieren aber auch unabhängig von ihren Erscheinungen, z. B. als quantifizierbare Datenmenge in einer Kamera gespeichert. Die Konkretisierung des neuen Bildtyps vollzieht sich über die Konkretisierung der einzelnen Informationen. Die rasche Abrufbarkeit und Verfügbarkeit des Bildes mittels digitaler Techniken impliziert seine rasche Annullierung. Speichern oder löschen? Das Bild wird zu einer flüchtigen Erscheinung.
Silja Addy geht es nicht darum, dieses Phänomen durch eine virtuose figurative Malerei zu kompensieren und etwa durch die Expressivität und Einmaligkeit des malerischen Gestus dem Bild seine »Wertigkeit« zurückzugeben. Vielmehr verbirgt sich hinter der künstlerischen Strategie ein Begreifen des technischen Bildes aus der subjektiven Impression heraus, und dies mit den Mitteln, die der Künstlerin am nächsten liegen, mit den Mitteln der Malerei. Das Bild als flüchtige Erscheinung, als den Alltag begleitende realitätsstiftende Illusion ist die Motivation des intensiven malerischen Studiums. Das Zappen zwischen der technischen und der malerischen Darstellungsweise reißt die innere Reflexion der gegenwärtigen Bildproduktion auf. Die Übersetzung des technischen Auslösers in die malerische Geste, die Konkretisierung des Bildes mit den Mitteln der Malerei im großen Format, manifestiert Malerei als das Symptom einer extensiven Bildproduktion, die unsere gegenwärtige Gesellschaft und unser (Er-)Leben speist. Erinnerung scheint heute wesentlich an Bilder gebunden, und die Erinnerung im Bild hängt davon ab, was das Bild jeweils als solche zulässt.
1969 *in Langen, lebt in München und Albions
1998 Diplom an der Akademie der Bildenden Künste München | Kunstförderpreis der Akademie
1998 – 2000 DAAD-Stipendium New York
2001 – 2002 Arbeitsaufenthalt Tokio
2003 Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn
AUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)
2003 Kunstverein Bremerhaven (Einzelausstellung)
Galerie Wittenbrink, München (Einzelausstellung)
2001 Base Gallery,Tokio (Einzelausstellung)
2000 Curatorial Proposal, Artist Space, New York
Galerie Wittenbrink, München
1999 War, Postmasters Gallery, New York
Kunst + Wissenschaft, Max-Planck-Institut, München










